Männerspielplatz

Samstag, 6. Dezember 2008

Für eine Guerilla-Marketing Aktion im nächsten Jahr benötige ich noch einige US Police Cars für einen Kunden.

Über einen TOP-Kontakt habe ich "die Adresse" für US Cars erhalten: Morlock Motors. Cooler Name, denke ich. Ich also gleich mal angerufen bei Morlock. Ich schildere so mein Anliegen und er fragt als erstes: Was wollt Ihr machen mit den Karren? Sprengt Ihr die oder soll ich sie in der Mitte auseinandersägen. O.k. ich bin für einen Moment ein wenig verdutzt. Ich komme mir fast ein wenig pervers vor als ich antworte: Wir wollen die eigentlich fahren, so auf der Strasse.

Ahh ok, kommt Ihr mit'm Tieflader und macht TÜV und so selber? Ich so: Ne wir wollten eigentlich mit Kennzeichen kommen und die dann abholen.
Aber auch kein Problem für ihn. Er macht uns TÜV und alle Sondergenehmigungen und Bremsengutachten und die Sondergenehmigung für die Sondergenehmigung. Cool, das werden ja echte Sonderfahrzeuge.

Zwei Wochen später ist es soweit: Wir fahren zu Morlock Motors die Autos besichtigen. Und Chef Michael sagt noch am Telefon: Und wenn ihr in Neustadt/Wied runterfahrt dann bloß 2. rechts und 3. wieder links (oder so, hatte ja gerade während des Telefonats noch andere Multitasking Sachen zu tun) Der Herr Schulte hat ja auch Navi, ne. Also alles kein Problem, denke ich.

Circa 5 km vor dem Ziel wird die Gegend immer übersichtlicher. Wir fahren auf einer kleinen - gefühlt einspurigen - Straße hinab in ein Tal. Eigentlich ist es kein Tal sondern eher das Nichts. Hier können nirgendwo 600 US Karren stehen, flüstere ich vor mich hin. Der Dr. neben mir stimmt mir murmelnd zu.
Wir kommen an eine kleine Brücke und die Straße geht über in Schotterpiste. Das Navi lockt fröhlich weiter und es kommt mir vor wie die Novelle von Hänsel und Gretel, als die Hexe die Kids in ihre Bude winkt. Aus Schotter ist mittlerweile Schlamm geworden, ringsum nur Wald.

Ich denke über den Satz von Michael Morlock nach, als er sagte: Fahr unbedingt diese Strecke sonst macht das keinen Sinn. Mist er hat Recht. Mein Silberpfeil gräbt sich mittlerweile bis zu den Seitenschwellern in Siebengebirgs-Schlamm ein. Das Zeug spritzt bis aufs Dach.

Nach 1 km Offroad - Zivilisation - Danke!
Das erste was wir sehen als wir auf dem Hof eintreffen sind zwei amerikanische Schulbusse und einen Raketenwerfer (ohne Raketen)

Wir steigen aus und begrüßen einen lässigen Typen, der kopfschüttelnd aber freundlich an uns vorbeigeht. Er murmelt etwas wie: Na, dem Chef am Telefon nicht zugehört, als er meine verschlammte Karre im Tarnlook sieht.

Wir kommen ins Büro: Geil, alles voll Hummer-Modelle und Panzer und ein Riesen-Schraubstock auf dem ein Jura-Vollautomat thront. Abgefahren geil! Auf dem Schreibtisch steht eine Handgranate. Eine Attrappe, ja es ist eine Attrappe.

Er hat total abgefahrene Sachen: Defibrillatoren, ne Schaufeltrage, ein Klinik-Mikroskop, eigentlich alles....

Auf dem Platz draussen sieht es aus wie auf dem letzten Rasthof vor dem 3. Weltkrieg.
Das Einzige was ich beim Rundgang nicht gesehen habe waren Pershing-Raketen und U-Boote - den Rest hat er auf Lager!!!!

Die US Police Cars werden garantiert cool! Das war der geilste Männerspielplatz den ich je gesehen habe.

Zum Schluß handeln wir noch über Bunker-Gear (amerikanische Feuerwehr-Schutzkleidung). Ich beschließe ihm nächstes Mal
etwas mitzubringen, beim dem er garantiert tauschen will. Er braucht Karbon-Atemluftflaschen. Hmmm....

T-COM mal anders

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Wie manch einer weiß, besitzt meine Freundin ein Haus im Norden. In diesem halten wir uns zu Ferienzeiten schon mal gerne auf. Natürlich bin ich auch netzwerktechnisch hier oben mit DSL ausgestattet - leider funktionierte dies nur teilweise und Anrufe auf unsre Telefonnummer verliefen im Niergendwo. Daher habe ich mich dann gestern abend mal bei unserem lokalen Provider gemeldet und dieser stellte eine Störung per Fernwartung um 23h fest. Heute morgen klingelt es und vor der Tür steht den Männchen mit freundlichem " Moin! - T-COM - Dein Telefon geht nicht? " vor der Tür. Nach 5 Minuten Dosen auf- und zuschrauben war alles erledigt und unser Telefon und DSL geht wieder. Ein Hoch auf unsere T-COM - zumindest diesesmal...

Eine Woche E-Mailempfang

Sonntag, 28. September 2008

ohne Worte


Ich hab´s getan....

Dienstag, 2. September 2008

Ich schäme mich ein bisschen. Als bekennender Bill Gates Anhänger schwöre ich auf sämtliche Technologien aus dem Hause Microsoft. Doch auch ich bin nur ein Mensch und habe insbesondere eine Schwäche für technische Spielereien. Natürlich war mir das "Ei-Phone" aus Funk, Fernsehen und von den Butterfahrten bekannt - ich habe es jedoch immer als Obst angesehen - und ich bin im Grillsportverein und nicht bei den Vegetariern. Doch nun hat sich der Bürokollege dieses kleine, pussierliche Wunderding zugelegt und fragte mich bezueglich der Einrichtung seines Exchange-Accounts auf dem Obst. Seither konnte ich nicht mehr schlafen und musste zugeben, dass mir sowohl das Design als auch die Handhabung mehr als zusagte. So habe ich gerade mit dem mobilen Provider gesprochen und auch eins der Geräte für meine Sammlung bestellt. Man kann ja auch nach dem Grillen einen Obstsalat essen.

Das iPhone ist da!

Dienstag, 26. August 2008

Die rote Paketkarte lag schon seit 3 Tagen bei meinen Eltern für mich zur Abholung bereit. Aber wer schickt Pakete an mein gutes altes Elternhaus? Wohl nicht so wichtig, das Paket, dachte ich!
Mein Papa (Rentner) war aber so cool, es mir von der Post mitzubringen.
Auf einen kurzen Besuch schaue ich also bei meinen Eltern vorbei, beäuge das Paket und öffne es.

Eiskalt läuft es mir den Rücken runter. T-Mobile hat das iPhone an meine uralte Adresse geschickt.
Ich rufe noch DANKEEEEEE und rücke aus in Richtung Zuhause.

SIM Karte rein in das schöne weiß-schwarze Designteil und eingeschaltet.

PIN eingetragen. NIX . Nur NOTRUFE möglich.
In der Tat: Das ist einen Notruf wert. Da ich bei uns an der Feuerwache wohl kaum auf kompetente iPhone Unterstützung hoffen kann, SIM-Karte raus, ab ins alte NOKIA und T-Mobile angerufen. Die Dame vom Amt sagt: "Sie müssen das Gerät über die iTunes anmelden". Ich sage schnell DANKE und lege wacker auf.

Notebook gestartet. Hach, iTunes nicht installiert. DOOF!
Schnell runterladen - 60 MB - iss klar! O.k. Download perfekt. Achtfacher Doppelklick auf die Setup-Datei.
iTunes schreibt: Sie haben kein ServicePack2 installiert, so gehts ja nicht.

Ich lenke mich ab, mit einem Eintrag ins Blog während Bill Gates mir 75 MB geballte Wiedergutmachungen für tausende XP-Fehler und Sicherheitslücken zur Verfügung stellt. Ich habe Hunger wie ein kanadischer Bär, aber jetzt heißt es die Stellung zu halten.

48 MB! - Schnell ein Smoothie getrunken - behebt aber nicht das Hungergefühl.

Systemmeldung: Kein Platz mehr auf Laufwerk C! Hallo Windows, brennst Du?
Ich beginne mit dem Betriebssystem zu sprechen und schimpfe es ein wenig aus (hilft aber nix, denn ich habe die Festplatte ja schließlich vollgemüllt mit jeder Menge Zeugs). Schnell werden einige Layouts auf USB-Stick gesichert und weiter gehts.

Installationsstatus gefühlte 55 von 80 grünen Kästchen im Fortschrittsbalken. Mach voran Notebook!
Das iPhone liegt ganz still neben dem Notebook, ich habe es zugedeckt mit dem kleinen Reinigungstuch, das in dem schicken weißen Verpackungskästchen war, damit es ihm gut geht. Es ist ganz geduldig - ich nicht!

O.k. Download fertig, jetzt gefühlte 8 Tage Installation! Ich glaub ich koche - was zu Essen!

_______________________

Nachtrag vom 08.10.2008:

Ach übrigens: Das iPhone ist sooo genial! Ich liebe es von ganzen Herzen! Denn es kann: Mir verraten von wem das Lied ist, das gerade läuft - coole alte 64er Spiele - so krasse 30 Minuten durchwecken, dass selbst ich aus dem Bett falle - aus SMSen tolle Dialoge basteln - mir sagen wo ich gerade bin - virtuelles Pils zapfen - ach eigentlich kann es fast alles ;o)