MySQL 5.x mit ersehnten Neuerungen

Donnerstag, 18. Mai 2006

Nachdem schon viele große Anbieter wie Yahoo!, Alcatel oder die Nasa auf die Vorzüge von MySQL setzen, sind mit der vorliegenden Datenbank-Version 5.x liebenswerte Neuerungen entwickelt worden. Zugegeben, man konnte die neuen Features ebenso über die Programmierung z.B. in PHP abbilden, dennoch habe ich mir oft die neuen Werkzeuge gewünscht. Vorzüge sind in den Bereichen zu finden, wo unterschiedliche Programmiersprachen auf eine gemeinsame Datenbank aufsetzen bzw. wo eine große Sicherheit wünschenswert ist. Natürlich sei hier auch der große Performance-Vorteil genannt, da weniger Daten zwischen Client und Server ausgetauscht werden müssen.

Zum einen wären da die Stored Procedures, die sicherlich einigen Anwendern aus anderen Datenbanksystemen bekannt sein dürften. Hier wird eine Abfolge von SQL-Anweisungen in einer Routine gebündelt. Ob z.B. ein Benutzer schon in der Datenbank existiert oder neu eingefügt werden muss, kann innerhalb von einer Prozedur abgehandelt werden.

Ein weiteres Feature stellen die Trigger dar. Wird ein Datensatz in einer Tabelle eingefügt, verändert oder gelöscht, ist sofort ein weiteres Ereignis damit verbunden. Wird beispielsweise eine Paketbestellung beim Versandunternehmen als versendet gekennzeichnet, kann automatisch der Bestellstatus auch in der Tabelle aktualisiert werden, aus der der Kunde die Informationen zur Bestellverfolgung zieht.

Als dritte Neuerung sollen hier die sogenannten Views angesprochen werden. Damit werden typischen Sichten auf eine oder mehrere Tabellen generiert. Soll z.B. ein Käufer in einem Webshop seine bisherigen Bestellungen mit zugehörigen Artikeln und Zahlstatus gelistet bekommen, so eignet sich zur Realisierung das Anlegen eine Views, der die relevanten Datensätze aus den Tabellen zusammenstellt und an den Client zurückgibt. In meinen Augen haben die Views gegenüber den anderen beiden "großen" Neuerungen eine untergeordnete Rolle.

Mit diesen Features im Gepäck kann sicherlich die eine oder andere Webapplikation schmaler und übersichtlicher programmiert werden. Und der Vorsprung von den etablierten "großen" Datenbankanbietern wie MS oder Oracle gegenüber MySQL nimmt kontinuierlich ab. Ein Haken bleibt allerdings noch: die meisten Hoster haben noch immer MySQL 4.x im Einsatz, sodass die o.g. Entwicklungen noch nicht überall einsatzfähig sind. Freuen darauf darf man sich allerdings jetzt schon.

Ajax: war das nicht was mit Amsterdam?

Mittwoch, 17. Mai 2006

Das Web erfindet sich neu. Und jede neue Version braucht eine neue Versionsnummer, ergo: Web 2.0
In vielen Foren liest man davon, Magazine wie Technology Review, Brand Eins oder IX haben detaillierte Beiträge dazu gebracht. Eigentlich ist momentan alles Neue Web2.0.

Grundsätzlich hat sich nur die Wahrnehmung der Internet-Benutzer geändert. Damals war das Internet mit seinen Diensten nur was für die Freaks vom Fach, für Bastler und Tüftler und für Leute, die sonst keine Freunde oder Hobbies hatten. Heute gibt es einen großen Personenkreis, der das Netz zum täglichen Arbeits- und Kommunikationswerkzeug benötigt. Dienste wie das www, wie Email oder FTP sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Und auch die Art wie und womit man online geht hat sich grundlegend geändert. Smartphones, PDAs, WLAN, UMTS seien hier als Stichworte genannt. Ebenso haben neue Dienste der Kommunikation Einzug gehalten. Inzwischen startet mein Windows den Messenger für Kurznachrichten und kleine Videokonferenzen gleich mit, der Feedreader holt die neuesten RSS-Feeds aus allen Bereichen des täglichen Lebens (Unterhaltung, lokale Nachrichten, Technikentwicklungen) und mein iPod spielt neben Musik inzwischen auch immer häufiger einen Podcast, wenn ich unterwegs bin.

Und im Hintergrund gibt es eine Programmiertechnik, die unweigerlich mit dem Stichwort Web 2.0 verbunden wird, obwohl sie ein alter Hut ist und die Ursprünge bis 1998 zurückreichen: AJAX (Asynchronous JavaScript and XML). Webanwendungen, die mit Hilfe von AJAX programmiert wurden, zeichnen sich durch das Verhalten ähnlich wie Desktop-Anwendungen aus. Prominente Beispiele sind Google Mail, die Textverarbeitung Writely, das soziale Fotoalbum Flickr oder die Collaboration Suite Zimbra. Die Besonderheit der Anwendungen liegt im Seitenaufbau bzw. in der Datenübertragung zwischen Client und Server. Es ist nun möglich, nur Teile einer Website neu zu laden, wodurch das Feeling einer Desktop-Anwendung unterstrichen wird.

Da scheinbar immer mehr Anwendungen webfähig werden, fällt mir eine früheres Schlagwort ein: Thin Client. Warum soll ein Standard-Anwender überhaupt noch Rechner mit schnellem Prozessor, überdimensionierter Festplatte oder Hauptspeicher im Gigabyte-Bereich kaufen, wenn die benötigten Anwendungen dezentral laufen? In diesem Zusammenhang sei auch ein Link zum NetPC aus dem Jahre 1996 genannt.

Und was bringt Web 3.0?
Fragt sich grübelnd ein Herwig 2.0

Layer 8 Fehler

Dienstag, 21. März 2006

Jeder der etwas tiefer in Netzwerkstrukturen eintaucht hat es kennen und lieben gelernt. Oder hassen.

Das OSI Modell.

Hilft es uns doch zu erklären wie Daten verpackt, verschlüsselt, übertragen, vermittelt,....naja jedenfalls wie die moderne Netzwerktechnik funktioniert.

Es ist es modular aufgebaut, man spricht von Schichten. Jede Schicht hat andere Aufgaben oder ist anders beschaffen.
Von der Bitweisen physikalischen Schicht (Layer 1) bis zur Anwendung (Layer 7).

Humoristische Zeitgenossen, die den Kollegen verstehen lassen wollen, das der Kunde, der mit im Raum sitzt, mal wieder zu dämlich ist die Software zu bedienen schieben das gerne auf den Layer der nach der Anwendung kommt:

"Das ist mal wieder ein Layer 8 Fehler" und die Eingeweihten wissen Bescheid :-)

Chartbreaker

Mittwoch, 8. Februar 2006

Verwunderlich ist es schon, worüber in manchen Unternehmen Statistiken geführt werden. Kürzlich wurde mir mit Handschlag gratuliert:

Herzlichen Glückwunsch zum Spitzenplatz!

Was war passiert? Nun, ich führe die Hitparade bei denjenigen an, die am längsten ohne Virenscan ausgekommen sind. Nicht, dass ich was gegen Sicherheit und Schutz im IT-Bereich habe, aber wenn auf einem Notebook morgens die VoIP Applikation und ein SQL-Server starten und als Beigabe noch der Virenscan anspringt, kann man getrost Kaffee trinken gehen. Ein Start von Outlook erinnert mich dann an die damalige Zeit, als man sich mit seinem 14.400er Modem in Mailboxen einwählte.
Inzwischen habe ich mir eine Eselsbrücke gebaut: immer, wenn ich Kontoauszüge abhole, damit mir diese nicht kostenpflichtig zugeschickt werden, lasse ich den Virenscan durchlaufen...

Spannungen

Mittwoch, 1. Februar 2006

Gestern habe ich ein Überspannungsschutzseminar der Firma Dehn und Söhne besucht.
Zuerst einen großen Teil der Schutzmethoden etwas belächelt und gedacht "wer kauft denn sowas", zudem die Produkte auch kein echtes Schnäppchen sind und für den Moment auch keinen echten Mehrwert bringen.

Aber wenn man mal drüber nachdenkt was für Kosten ein defekter Server in einer Produktivumgebung verursachen kann relativiert sich der Anschaffungspreis.

Es ist wie eine Versicherung für seine Geräte.

Am besten fand ich das CAT6 Kabel mit Überspannungsableiter (Foto oben)...da klimpert der Admin über den Flur wenn er im Serverraum was patchen geht.